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Posted: Jul 16, 2015 @ 2:30am

Early Access Review
Ein OpenWorld-Survival-MMO im Early Accsess. Gestrandet auf einer Insel, versucht man sich gegen andere Spieler und den gefahren der Insel zu behaupten – klingt wie jedes andere SurvivalMMO auf Steam? Richtig, aber dennoch hat Out of Reach es verdient, einmal genauer Durchleuchtet zu werden.
Das recht simpel aussehende, auf der Unity5-Engine basierende Spiel, wirkt zu Anfang recht schäbig. Animationen und SFX sind sehr einfach und die Umgebungsgeräusche ploppen auf einmal auf – oder verschwinden ebenso wieder ins nix. Die GUI wirkt unaufgeräumt und Umständlich.
Nimmt man sich aber die Zeit und gibt dem Spiel eine Chance, wird man durchaus Positiv Überrascht. Die anfangs unübersichtlich wirkende GUI entpuppt sich als Praktisch aufgeteiltes, Spieler-freundliches Element, die große Tierwelt entdeckt man erst nach einer weile der Inselexpedition wirklich und die viel zahl an Craftingmöglichkeiten ist für einen so frühen Entwicklungsstatus enorm.
Das mit RUST vergleichbare Base-Bausystem ist Solide und Überzeugt – das Farmen der Materialien ist aufwändig, jedoch nicht frustrierend und Schusswaffen kann man erst gar nicht herstellen – nur Bewaffnet mit Pfeil und Bogen, Schwert, Speer oder einfach nur einer Axt muss man sich durch die Welt von OoR durchkämpfen.
Wobei um an ein Schwert zu kommen nicht sonderlich leicht ist, bereits die einfachste Stufe, ein Bronzeschwert benötigt extrem viel Material, welches man in gigantischen Hölen zusammen sammeln muss, den Kupfer und Zinn in einem Hochofen schmelzen und die Metall-Legierung auf einem Amboss(welcher aus noch mehr Bronze besteht) behauen werden. De Verliebtheit für das Detail bemerkt man recht zügig und bietet einen klasse Charme.
Nach meiner 10Stündigen Testzeit in Out of Reach, schaffte ich es ein Boot herzustellen, welches nötig ist um auf andere Inseln zu gelangen, auf denen man wichtiges Eisen finden kann, aber auch gefährliche Tiger. Bereits das fahren mit dem Boot jedoch ist eine Herausforderung. Jedes Schaufelrad muss man per Hand drehen, Wendemanöver eingeplant und genügend Vorrat in die Lagerkisten des Bootes verstaut werden.
Für eventuelle Angreifer ist das Boot serienmäßig mit einer Armbrust ausgestattet – jedoch habe ich diese, so wie jede andere Waffe auch, nur für Tiere benötigt. Leider. Denn auf den Servern, die Platz für 75 Spielern gleichzeitig bieten ist nix los. In den 10 Stunden Spilzeit ist mir nicht ein Spieler über den Weg gelaufen – mir kam dieses Spiel wie ein Singleplayer vor. So war es zu Anfang auch nicht verwunderlich, dass ich in meiner Base, die noch komplett offen war, Kisten voller wertvollen Loot hinterließ, als ich am nächsten Tag einloggte, war sogar noch alles da.
14,99€ sind für ein EA-Titel in einem solchen zustand tatsächlich etwas viel Geld, jedoch für Enthusiasten ein Goldgriff. Bekommt dieses Spiel mehr Aufmerksamkeit, und somit mehr Spieler, könnte sich dieses Spiel durchaus als ernstzunehmende Alternative entwickeln. Ich habe jedenfalls die Zeit genossen und werde sicher bald noch einmal in die wilde Welt eintauchen.
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