Malachai80
Florian Krenn   Austria
 
 
born 1980, Gamer since 1988
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Last Online 6 hrs, 11 mins ago
Favorite Game
Achievement Showcase
987
Achievements
2
Perfect Games
26%
Avg. Game Completion Rate
Review Showcase
7.4 Hours played
Figment ist eine kleine Perle und hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern bei weitem übertroffen.
Am ehesten könnte man das Spiel als eine Art surreales Puzzle-Action-Adventure mit einfachem Kampfmodus und sokobanesquen Rätseln beschreiben.

Story: In die nur am Rande angerissene ernste Handlung eingebettet, spielt man eine Art geistigen Antikörper, der gegen traumatische Ängste vorgehen muss. Die Hauptcharaktere sind liebevoll gestaltet, der (spielbare) Grantler und Pessimist, begleitet von einem optimistischen Vogel, beide liebenswert und im verbalen Schlagabtausch. Die Handlung selbst ist einfach gestrickt, aber unterhaltsam.

Grafik & "Art-Style": Die Optik ist für mich ein großes Highlight. Die Grafik ist technisch absolut in Ordnung und lief auf meinem HTPC, einem i5 2500 mit einer gtx 1050ti, anstandslos. Die Grafik ist aber mehr als nur Pixel, sie ist Kunst. Total kreative, surrealistische Bilder mit einzelnen Highlights (der Baum!) geben einem das Gefühl in einem verschrobenen Kopf zu spazieren. Irgendwi hatte ich ständig das Gefühl - Gerade im ersten Teil des Spiels - in einem Bild von Salvadore Dahli zu sein. Toll!

Musik: die Musik ist gelungen, mit der Zeit bei einer längeren Session vielleicht etwas repetitiv, aber passend und nicht störend. Einmal hatte ich sogar einen Ohrwurm und summte die Melodie vor mich hin.
Ein absolutes Highlight waren für mich der erste Albtraum Pest und der Bürgermeister. Ich liebe Reime, vor allem, wenn sie voller Puns (also witzig) sind!

Gameplay: sehr basic - bewegen, Aktionsknopf, Schwertschlag, Rolle. Die Bewegung selbst etwas langsam. Das macht zwar in der einen oder anderen Situation in Kombination mit der schnelleren Rolle Sinn, ist aber auf die Dauer des Spieles etwas mühselig. Die einfache Steuerung passt aber zur Art und zum Umfang des Spiels.
Technisch war es absolut in Ordnung, nur gegen Ende des Spieles blieb es einmal hängen. Wenn man die Angst vor Verlust jagt und sich die aufklappbaren Plattfomen um den Motorblock(?) drehen, ist mir 2x die Figur stecken geblieben und einmal auf einer bewegten Plattform, auf der man diese Kisten mit Panzer mitnehmen muss. Da stand die Figur in der Luft, bis die Wellen der Verzweiflung sie "erlöst" haben. Ansonsten lief es sehr stabil.
Kleine Kampfpassagen lösen sich mit Schalter-, Kisten- und Plattformrätseln ab, die alle lösbar waren.
Einzig ein Schnellreisesystem nach Beendigung der Story geht mir ab.

Spieldauer: ca. 6 Stunden, ohne dass man alle Errungenschaften hat. Momentan stehe ich bei 7 Stunden und habe alles ausser 4 Erinnerungen für die letzte fehlende Errungenschaft. Die Dauer passt perfekt, man ist motiviert es durchzuziehen, länger hätte ob des Kampfsystems und der wiederholenden Rätselarten gestreckt gewirkt.

Fazit: Figment hat mich sehr gut unterhalten, kann ich allen empfehlen, die gern kreative Indies mit ausgeflippten Art-Style spielen. Die kurze Spielzeit passt gut, um es mal zwischendurch durchzuzocken.
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Comments
Bavare Jan 28, 2011 @ 8:10am 
Sers...na, wann wollen wir mal zocken?
Meld dich mal pls.