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Posted: Oct 27, 2016 @ 9:58am
Updated: Oct 27, 2016 @ 3:30pm

Early Access Review
Das Spiel verspricht mehr als es die Beschreibung, Video und die Screenshots hergeben. Meine schon geringen Erwartungen an dieses Spiel wurden so gar noch unterboten, und das heißt schon was. Ich muss hiermit von einem Kauf defintiv abraten, da das Spiel als Ganzes keine für mich annehmbare Qualität aufweist.

Welche Probleme hat das Spiel?
Die Early Access Veröffentlichung ist in einer sehr frühen Phase des Entwickler-Builds geschehen. Die Screenshots geben zwar in etwa das wieder was im Spiel selbst möglich wäre, jedoch kam ich erst gar nicht so weit den Basenbau aus-zuprobieren.

In meinen 1:30 Stunden Spielzeit (falls ich das Steam Refund-System in Anspruch nehmen wollen würde) bin ich aus meiner Sicht unnötig oft gestorben, nur weil das Spiel mir keine ausreichende Möglichkeit dazu gibt länger zu überleben. Als Startausrüstung hat man: Axt, Pistole mit 7 Schuss Munition und ein blaues Knicklicht für die Nacht. Geht einem die Munition aus, ist man quasi wehrlos. Wie ich später festsellen musste, rennt mein Charakter nur mit einer Hose bekleidet in der Landschaft herum. Es mussten während meiner Spielzeit 5 Wölfe, 3 Hasen und ein Huhn dran glauben. Kontakte mit Bären endeten stets tötlich, selbst Bären mit lvl 1 sind kaum mit der Pistole tötbar.

Open-World?
Das Open-World Gebiet ist viel zu klein und obendrein ringsherum eingezäunt. Was hier Open-World sein soll ist mir ein Rätsel. Die nötigen Ressourcen, mal abgesehen vom Holz der Bäume, sind sie oftmals kaum als solches erkennbar und sehr selten auffindbar: wie z.B. Fiber (Pflanzenfasern) oder Metal Ore (Metallerze). Die großen Felsbrocken lassen sich nicht abbauen. Bis man aber überhaupt zum Basenbau kommt, stirbt man oft durch angreifende Wölfe oder Bären. Denn die sind überall zu dutzenden in der Landschaft unterwegs und wandern in ihrem Areal herum. Und genau dort befinden sich meistens eben diese Kisten oder Taschen mit Ausrüstung. Bei einem Respawn in der Nacht ist die Spielwelt ein denkbar ungeeigneter Ort. Es ist dunkel, neblig und man hat null Weitsicht, selbst mit dem blauen Knicklicht sieht man maximal 5 meter weit. Nur die Lebensbalken der Wildtiere deuten an, dass dort ein Wildtier ist welches man besser umlaufen sollte.

Ressourcen finden?
Die überall verstreuten Kisten geben vereinzelt etwas Nützliches her. Man farmt also nach kurzer Zeit nur noch diese Kisten, Rucksäcke und Notfall-Kits (wo kommen die eigentlich her?) um überhaupt an neue Ausrüstung oder nützliche Materialien zu gelangen. Währenddessen versucht man andauernd Wölfen oder Bären auszuweichen. In den Kisten finden sich Nägel, Holz, Streichhölzer, Metallschrott aber auch Beeren von Pflanzen. Letzteres macht aber null Sinn. Warum finde ich die nicht an den kleinen Sträuchern die überall zu finden sind? Wenn man stirbt, startet man neu zufällig irgendwo in der Gegend mit seiner Startausrüstung und darf alles wieder mühselig und mit viel Glück zusammen sammeln. Das was man dabei hatte ist nämlich weg, denn die eigene Leiche findet man nicht wieder.

Das HUD/UI?
Das Crafting Menu ist gut umgesetzt, Funktional und leicht erlernbar. Wieviele Materialien ich für einen Gegenstand zum herstellen noch benötige, alles ist übersichtlich aufgelistet. Das gefällt mir richtig gut.

Unreal Engine 3?
Die gebotene Grafik der Landschaft, Texturen und die 3D-Modelle sind für ein Unreal-Engine 3 Spiel wirklich hässlich. Objekte wie Bäume in der Ferne sind total unscharf. Selbst in maximalen Details schaut das Spiel einfach nicht sonderlich gut aus. Schade, hier wäre sicherlich mehr drin gewesen. Alles im Spiel sieht so aus als kommt es direkt aus einem Baukastensystem. Die Animationen der eigenen Spielfigur, der Wölfe und Bären sind unglaublich rudimentär und nicht sonderlich hübsch an-zusehen. Die Spielfigur läuft steif herum, ebenso die der Widldtiere. Einzig der Hase und das Huhn-Modell bewegen sich so wie man es erwartet. Generell kommt die Qualität des Spiels nicht einmal annähernd an ähnliche Survival Spiele heran, wie z.B. die alte Rust-Version.

Hat das Spiel Potential?
Ja, es wäre möglich das dieses Spiel noch etwas zugänglicher wird, aber ich bezweifle dies eher. Denn als alleiniger Entwickler, der er nunmal ist, kann man sich vorstellen wie das Hobby-Projekt in nächster Zeit aussehen wird. Es müssten viel geändert werden damit das Spiel Spaß macht und sich nicht nach knapp 2 Std. wie bei mir, bereits die Langeweile einstellt.

Probleme Übersicht
- Waffen lassen sich nicht wegstecken, man muss einen leeren Slot auswählen um keine Waffe zu halten
- die Pistole muss erst nachgeladen werden, es ist nur ein Schuss im Lauf
- Wildtiere nehmen kaum Schaden von der Pistole (lvl 1), mehrere Schuss sind notwendig! Ohne Munition ist man wehrlos, diese findet man nur sehr selten und nur wenige Schuss.
- die Axt dient nicht der Verteidigung? Zuschlagen auf einen Wolf ergab kein Treffer Feedback
- Es gibt keine Kartenansicht der Gegend, ein Karte fehlt völlig
- Es gibt keinen Kompass
- fehlende Uhrzeit Angabe im Spiel
- Kein Bogen oder Pfeile herstellbar für die frühe Verteidigung
- Keine Tierfallen herstellbar
- ohne Hütte mit Bett kein Savepunkt, falls man stirbt
- "Scrap Metal" liegt vereinzelt in der Gegend herum, aber wo kommt es her?
- Bär und Wolf laufen nebeneinander her ohne das sie sich gegenseitig angreifen würden
- die Map ist viel zu klein, wirklich
- Bäume die man schon abgeholzt hat bleiben stehen. Nur, wie unterscheidet man diese von noch nicht abgeholzten. Gar nicht, sie sehen identisch aus! Vviel Spaß beim suchen welcher Baum noch Holz her gibt.
- Crafting fühlt sich unvollständig an, ohne die verstreuten Kisten (Baumaterial wie Nägel) lässt sich kein Fundament bauen.

Tipp
Baut euch wenn möglich ein Fundament und eine Kiste an einem leicht wieder zu erkennenden Ort hin. Legt dort eure gefundenen Wertsachen ab. Wenn ihr sterbt, habt ihr immmerhin noch einen Teil eurer Gegenstände und müsst nicht wieder von vorne anfangen.

Fazit
Ich für meinen Teil habe einen Refund in Auftrag gegeben und warte auf die Rückerstattung.

Kauft euch besser für das Geld eines dieser Spiele:
- Rust
- Subnautica
- Ark: Survival Evolved
- 7 Days to Die
- Stranded Deep
- Savage Lands
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15 Comments
Nimu Jan 5, 2017 @ 6:12am 
Teil 1:
Ich hatte angefangen auf die einzelnen Punkte einzugehen. Spätestens am Ende deines Reviews, leuchtet aber ein, warum du mit dem Spiel nichts anfangen kannst und ich habe meine ausführliche Antwort verworfen.
Wer bemängelt das es keine Karte, keinen Kompass und keine Uhr gibt, der hat gewisse Kernelemente des Survivals nicht verstanden bzw. für den ist adäquates Survivaln schlichtweg nichts.

Das Vorhandensein eines Hunger oder Durstbalkens macht keinen Survivaltitel aus, wenngleich eine Menge Spiele in denen es vornehmlich um andere Aspekte geht, sich diesem Genre fälschlicherweise zuordnen.
Nimu Jan 5, 2017 @ 6:12am 
Teil 2:
Subsistence ist sicherlich noch weit entfernt von perfekt, aber deine Kritik ist ist größtenteils ziemlich unreflektiert, in vielerlei Hinsicht auf Unwissen basierend (vieles von dem was du als nicht vorhanden angegeben hast, gibt es im Spiel – du hast es lediglich übersehen bzw. bist nicht weit genug gekommen) und stellenweise konstruiert (Bsp.: „Man hat nur eine Kugel geladen beim ersten Spawn“...dann lad halt durch, herrje. Mich wundert schon fast, das du dich nicht beschwerst, das du deinen Charakter auch noch selbst steuern musst.)
gruenebar Nov 10, 2016 @ 10:45pm 
Ich kann Exhumed nur Wiedersprechen. Ich spiele das Spiel nun auch schon ein paar Stunden und bin restlos begeistert. Und ich sterbe auch an einem Abend mal eben 8 mal. Wenn man eine Kiste hat und weiss wo seine Base steht ist das gar kein Problem. In der Wildnis gibt es nunmal große und gefährliche Tiere. Ich kann dieses Spiel nur jedem empfehlen. Viele Stunden Spielspass für einen kleien Preis.
Exhumed Oct 28, 2016 @ 1:14pm 
Ich weiß sehr wohl in solchen Spielen länger zu überleben, auch sind mir diese Spielmechaniken inne. Ist nicht das erste Survival Spiel welches ich spielte. Das man die Waffe nicht wieder abwählen kann, ist nur ein Grund von vielen. Gerade das nun als Aufhäger für Kritik zu nehmen, nun gut.

Ich schreibe so eine ausführliche Kritik nicht aus Langeweile, sondern um andere Spieler zu informieren wie das Spiel aus meiner Sicht auf mich gewirkt hat. Ich hätte auch schreiben können: "Das Spiel ist Scheiße". Damit wäre aber niemanden geholfen. Meine aufgeführten Kritikpunkte sollten doch nachvollziehbar sein.
Moggosh [GER] Oct 28, 2016 @ 11:33am 
Sry aber du hast dich mit dem Spiel leider trotz deiner Spielzeit kaum bis gar nicht auseinandergesetzt, ich besitze alle von dirt gelisteten Spiele, sollte also das Genre ein wenig kennen und das Spiel mag zwar kein Topseller werden, wenn man jedoch en Umstand bedenkt, dass es nur ein Entwickler war, dann Hut ab.

Du strafst das Spiel ab weil man die Waffe nicht wegstecken kann, du gerne einen auf Legolas machen willst und es keinen Bogen gibt und dir scheinbar keine Mühe beim Überleben gibst (C ist Ducken damit kriegen die Tiere dich sehr viel schwieriger).

Das Ärgerliche im Survival Genre sind leider genau diese Spieler... Sie geben sich keine Mühe und wenn sie paar mal Sterben ist ihnen das (wohlgemerkt Surival-Spiel!) bereits zu schwer und sie beschweren sich.

Die Entwickler, die meist aus Profitgründen soviele Spieler wie möglich ansprechen wollen, gehen auf so eine Kritik ein und das Spiel wird, weil zu einfach, für mich wieder uninteressant.
samsthebrain Oct 28, 2016 @ 8:32am 
Danke für deine Mühe und dieses ausführliche Review :Fluids_Flask: Unabhängige Meinungen sind immer gut.
Exhumed Oct 28, 2016 @ 6:07am 
Deine Punkte sind an sich stimmig. Doch Preis/Leistung stehen hier in keinem Verhältnis für das Gebotene. Vielleicht wäre Crowdfunding bei diesem Spiel die bessere Alternative gewesen.

Wenn Entwickler auf lizensierte Engines setzen wie die Unreal Engine 3, erwarte ich aber auch eine gewisse Grafische Qualität. Die ist hier einfach nicht gegeben. Di ersten Minuten sitzt man da und denkt sich, hmm sieht ja gar nciht so schlecht aus. Bis man Zeit hat um genauer hinzusehen, um festzustellen das der Ersteindruck doch falsch war. Das einzige was mich noch irgendwo begeistern konnte, war eben das Crafting Menu und die Möglichkeit aus verschiedenen Rohstoffen Neues herzustellen.
Lemml Oct 28, 2016 @ 2:36am 
Der Teufelskreislauf des typischen Indie-Gamedevelopers:

Keine finanziellen Mittel, um die Spielentwicklung zu finanzieren
-> früher Early Access, um eine Grundfinanzierung aufzubauen
-> schlechte Kritiken und Rückerstattungen statt der erhofften Teilvorfinanzierung
-> finanzielle Mittel reichen irgendwann nicht mehr aus, um daran weiterzuentwickeln
-> Bedenken und Ängste der Reviews bestätigen sich gezwungermaßen post-mortem
Exhumed Oct 27, 2016 @ 1:57pm 
Du hast scheinbar ein Problem damit, begründete Kritik an einem Spiel als solches zu akzeptieren. Hälst du dich für den Beschützer der Videospielkultur, oder bist du einfach nur arrogant? Du benötigst satte drei Beiträge für deinen Versuch zu widerlegen das ich nur "Lügen" schreibe? Dich kann ich nicht ernst nehmen. Wie alt bist du noch mal, 42?
Andy plays Oct 27, 2016 @ 1:50pm 
Ich reiße den Mund auf?

Ich habe zahlreiche Stunden gespielt, ich weiß wie es geht !

WENN hier wer den MUND aufreißt, dann du mit deinem "vorlauten und vorschnellen" Mundwerk. Hauptsache dummes Zeugs reden.

Aber dennoch bleiben deine Aussagen "unhaltbar".