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17 de septiembre de 2009
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Alemán
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Germany 
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Gegen Schnitte und Geolocks von Videospielen!

English introduction available here.

Willkommen bei for UNCUT!

for UNCUT! ist ein im Jahr 2009 gegründetes Projekt, das über Schnitte und Geoblocking von Computerspielen informiert. Neben detaillierten Einblicken in die Medienregulierung, mit Fokus auf Deutschland, tritt for UNCUT! für einen offenen, besonnenen Dialog ein – vor allem zu der von Moralpanik geprägten „Killerspiel-Debatte“.

Wir sprechen uns insbesondere für das Ende einer ausufernden Zensur-, Indizierungs-, Beschlagnahme- und Geoblockpraxis aus, der sich auch Volljährige beugen müssen und die ohne belastbare wissenschaftliche Basis steht. Unserer Ansicht nach sind Aufklärung und Förderung von Medienkompetenz einer überholten und gar kontraproduktiven Verbotspolitik vorzuziehen.

Wir veröffentlichen Artikel und bieten einen Steam-Kurator an. Eine Übersicht der wichtigsten Informationsthreads in unserem Steam-Forum ist hier zu finden.

Zudem sind wir auf Twitch,[www.twitch.tv] Twitter und Discord[discordapp.com] vertreten.

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„Adults only“: Medienanstalt moniert nicht-altersverifizierte Pornografie auf Steam, diverse Spiele nicht mehr im deutschen Angebot
„Unter Pornografie ist eine Darstellung zu verstehen, die unter Ausklammerung sonstiger menschlicher Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher Weise in den Vordergrund rückt und die in ihrer Gesamttendenz ausschließlich oder überwiegend auf sexuelle Stimulation angelegt ist sowie dabei die im Einklang mit allgemeinen gesellschaftlichen Wertevorstellungen gezogenen Grenzen eindeutig überschreitet.“

Zu beachten ist allerdings, dass selbst bei Nicht-Überschreiten der Pornografieschwelle noch sogenannte Posendarstellungen im Raum stehen: „Kinder oder Jugendliche in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung darstellen; dies gilt auch bei virtuellen Darstellungen“, die das Angebot nach § 4 Abs. 1 Nr. 9 JMStV absolut unzulässig machen, wobei etwaige Angaben bzw. Disclaimer zum Alter der Figuren, wie sie sehr oft eingesetzt werden, quasi irrelevant sind; vielmehr ist die Wahrnehmung eines „objektiven Betrachters“ entscheidend (vgl. Jugendschutzrichtlinien). Der Tatbestand der Posendarstellung wurde bei den Indizierungen von Criminal Girls 2 und Valkyrie Drive: Bhikkhuni festgestellt.[fragdenstaat.de] Die Nicht-Indizierung von Gal*Gun 2 zeigt aber vielleicht, dass die Abgrenzung nicht immer einfach ist. Die MA HSH hat jedenfalls in ihrer Antwort an uns diesen Tatbestand nicht angebracht. Für eine Indizierung könnte im Übrigen auch schon eine sogenannte „Unsittlichkeit“[www.bundespruefstelle.de] ausschlaggebend sein.

Ferner könnte sogar (virtuelle) Kinder- oder Jugendpornografie nach den §§ 184b/c StGB im Einzelfall vorliegen. Die Verbreitung und Zugänglichmachung kann auch bei rein virtuellen Darstellungen verboten sein. Der Besitz und Abruf ist bei § 184b StGB verboten, wenn ein „tatsächliches oder wirklichkeitsnahes Geschehen“ wiedergegeben wird, bei § 184c StGB analog bei tatsächlichem Geschehen. Die Pornografieschwelle ist bei § 184b StGB unter Berücksichtigung der beabsichtigen Wirkung des Gesetzes (schutzzweckorientiert) laut Rechtsprechung des BGH niedrig angelegt. Da Valve global allerdings keine Spiele in den Store lässt, bei denen sie „child exploitation“ konstatieren, dürfte dieser Themenbereich auch eher wenig Praxisrelevanz haben.

Im Fall von VR Kanojo wurde in den Steam-Diskussionsforen angebracht, dass keine expliziten Darstellungen von Haus aus vorlägen. Diese könnten lediglich durch einen vom Publisher extern bereitgestellten Patch ins Spiel gebracht werden. Mit diesem offiziellen Patch hat das Spiel offenbar immer noch Mosaikzensur; darüber hinaus existieren wohl Fan-Mods, die diese entfernen. Anders als bei fan-erstellten Mods oder „Nude-Patches“ entstammt erstere Freizügigkeit zumindest aus offizieller Hand. Ein derart leichtes, offiziell vorgesehenes Entschärfen ist möglicher Weise auch der Grund, warum das Dating-Adventure House Party auch ohne den expliziten DLC nicht wieder in den deutschen Store empfangen wird.

Bei den angesprochenen Visual Novels hat sich der Publisher Denpasoft vielleicht „better safe than sorry“ gedacht und deutschen Kunden pauschal die Tür gezeigt. Das Milliardenunternehmen Valve scheint bekanntermaßen selbst auch kein großer Anhänger von Gründlichkeit beim Reizthema Geoblocking zu sein. Die Kunstfreiheit und in Deutschland lebende Erwachsene müssen zurückstehen.

Aus bewahrpädagogischer Jugendschützerperspektive ist jedenfalls zu befürchten, dass mit dem potentiellen Komplettwegfall des ausschließlich auf Opt-In-Basis verfügbaren „Schmutz- und Schundschriften“-Angebots insbesondere Teenager auf das in aller Regel ohne Mosaikzensur und ablenkenden Handlungskontext auskommende, grenzenüberschreitende Video-on-Demand-Angebot aus dem Hause MindGeek zurückgreifen.

Hinweis: Der Autor dieses Artikels hier hat sich unter dem Nutzernamen „Rigolax“ in verlinkten Diskussionsthreads teils selbst beteiligt. Darüber hinaus besteht keinerlei Beziehung zu einem der in diesem Artikel erwähnten Entwickler, Publisher oder Anbietern. Vielen Dank an L. für sachdienliche Hinweise und Anmerkungen.

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At the End of January, various games of various publishers have been blocked in the “adults only” section of the German Steam store region. Among them are: コイカツ / Koikatsu Party, House Party, Super Naughty Maid 2, Sex & Gun VR, VR Kanojo, and a lot of visual novels published by Denpasoft (sometimes only as uncensor DLCs).

A developer of the in Germany now blocked House Party mentioned a notice to Valve by the German government agency Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH). The MA HSH confirmed to us by request that they enquired about Valve’s “adults only” section in Germany and suggested improvements. German regulations demand that pornography must only be offered in closed user groups with verified adults; the requirements for such systems are high and they aren’t wide-spread. The MA HSH tells us that Valve has told them that they would stop offering pornography in Germany completely.

Based on the legal definitions of pornography and the fact that certain movies like Love (2015) or Lars von Triers Nymphomaniac are not deemed pornography in a legal sense, we surmise that some of the blockings, at least in regards to the visual novels, might be the results of chilling effects. Those games often offer quite a bit of story context, and actually relatively little sexual interactions; those interactions are often also only censored in form of mosaics, as is common in the Japanese market.

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Verwechslung: Valve sperrte Spiel offenbar irrtümlich für zwei Wochen in Deutschland
" it looks like a game with a very similar appID number was intended to be limited in Germany for legal reasons, and by mistake the limitation was applied to your game instead (This just happened a couple days ago). I am correcting the issue right away. " replied by Valve

Nach dem Änderungsverlauf der im Steam Store verkauften Produktlizenz, wie sie von der nicht mit Valve affiliierten Website SteamDB durch eine Art von Datamining transparent gemacht wird, wurde am 17. Januar 2020 um ca. 6 Uhr unserer Zeitzone die Sperre[steamdb.info] durch die Einträge „PurchaseRestrictedCountries“ mit dem Wert „DE“ und „AllowPurchaseFromRestrictedCountries“ mit dem Wert „0“ realisiert. Am 31. Januar um ca. 4:30 Uhr wurde die Sperre wieder entfernt.[steamdb.info] Das oben zitierte Posting des Entwicklers von NavalArt wurde kurze später Zeit veröffentlicht und bisher nicht editiert.

NavalArt war also insgesamt augenscheinlich für fast 14 Tage ohne tatsächliche Grundlage in der deutschen Store-Region nicht angeboten worden. Der Zeitraum deckt sich vollständig mit dem diesjährigen Lunar Sale vom 23. bis zum 27. Januar, an dem das am 20. Juni 2018 im Early Access veröffentlichte NavalArt mit einem 10-prozentigen Rabatt teilnahm.[steamdb.info] Das Spiel wird momentan in englischer und chinesischer Spielsprache angeboten.

Der Entwickler hatte am 24. Januar im dem von einem interessierten Spieler kurz zuvor erstellten Thread gefragt: „Why is it not avaliable? Did you try to restart steam, since I haven't done any modification to the avaliavle areas yet.” Demnach hatte er offensichtlich selbst nicht von der Sperrung für Kunden aus Deutschland gewusst bzw. wurde anscheinend nicht von Valve hinreichend informiert.

Wir bemerkten mittels der Suchfunktion von SteamDB die Sperre am 17. Januar und vermerkten sie in unserem Kurator-Unterforum. Zudem wurde das Spiel in unsere Liste von regional nicht angebotenen Spielen auf Steam aufgenommen. Die Wiederverfügbarkeit haben wir vor kurzem zufällig entdeckt.

Aus unserer Sicht nahliegend ist, dass die Verwechslung mit Naval Battles Simulator erfolgte, dessen Titel NavalArt ähnelt; allerdings hat es keine sehr ähnliche AppID, wie es in der offenbar wiedergegebenen Valve-Auskunft als ursächlich vorgebracht wird (842780 und 936980). Bei Naval Battles Simulator wurde jedenfalls nach SteamDB am 27. Januar um ca. 19 Uhr eine Lizenz für die deutsche Store-Region gesperrt[steamdb.info] und eine weitere erstellt, die ausschließlich in ihr verfügbar[steamdb.info] ist, was für eine geschnittene Fassung für den deutschen Markt spricht, vermutlich in Bezug auf historische Symbole Deutschlands im Kontext des Zweiten Weltkriegs.

Der geschilderte Fall bietet Gelegenheit, einige bisher wenig thematisierte Aspekte des Geoblockings von Steam-Kunden (aus Deutschland) zu thematisieren.

Anscheinend setzen Valve-Mitarbeiter (teils) Sperren ohne betroffene Anbieter hinreichend zu informieren
Der Entwickler von NavalArt wusste offenbar nicht von der von Valve gesetzten Sperre, wie oben bereits erwähnt. In dem Fall könnte man dies auf die stattgefundene Verwechslung zurückführen. Allerdings existieren weitere Beispiele, die darauf schließen lassen, dass Anbieter bei von Valve eigenmächtig gesetzten Regionssperren nicht hinreichend informiert werden.

Bei House Party wurde vor kurzem, neben über 20 anderen Spielen bzw. DLCs von Spielen im Kontext der „adult only“-Kategorie, eine Verkaufssperre gesetzt (wir berichten hierrüber voraussichtlich später ausführlicher). Ein Entwickler von House Party kommentierte auf eine Nutzerfrage: „We have not been made aware of the application's removal from any storefronts.”

Als Postal neben anderen Spielen im Mai 2016 für deutsche Kunden aus dem Angebot genommen wurde, drückte ein offizieller Account von Running With Scissors eine Nicht-Sicherheit diesbezüglich aus: „It seems so, along with many other games“. Im Fall des offensichtlich irrtümlich momentan/wieder mit Geoblocking belegten Rise of the Triad (2013) schrieb ein Entwickler: „So this is news to us“.

Etwaige Regionssperren werden offenbar intern in Steamworks hinterlegt und sind wohl prinzipiell jeder Zeit einsehbar (vgl. offizielles Tutorial-Video 25:05). Wir vermuten, dass Valve jedenfalls bei AAA-Publishern nicht ohne Weiteres eine umsatzstarke Region wie Deutschland ohne gesonderte Benachrichtigung aussperren würde.

Wer setzt eigentlich die Sperren auf Steam?
Es stellt sich die Frage, wie viel Einfluss Steam-Anbieter auf Regionssperren überhaupt haben. Tatsächlich setzt Valve offensichtlich schon seit längerer Zeit eigenmächtig länderspezifische Sperren für Indie-Entwickler, insbesondere im Kontext von in Deutschland verfassungswidrigen Symbolen, deren Verwendung vielleicht, oder vermutlich auch meist eher nicht, unzulässig sein könnte – auch nach der Verwaltungspraxisänderung der Obersten Landesjugendbehörden im USK-Kennzeichnungsprozess, die bekanntlich an der Rechtslage per se nichts geändert hat.

Selbst größere Publisher wie Bethesda Softworks bzw. der Mutterkonzern ZeniMax Media wiesen schon teils alle Verantwortung von sich,[www.gamerights.ch] z. B. laut der Schweizer Konsumentenorganisation GameRights wie folgt zitiert: „Steam ist in erster Linie eine digitale Distributionsplattform der Fa. Valve – was auf Steam wo, wie, wann, warum und zu welchem Preis angeboten wird, liegt ausschließlich in Valves Verantwortungsbereich“. Diese Aussage überzeugt natürlich keinen verständigen Beobachter, da die Anbieter auf Steam – anders als z. B. Hersteller von Produkten im Einzelhandel – im Allgemeinen ihr Angebot mit einer hohen Autonomie verwalten (vgl. Steamworks). Ähnlich kurios äußerte sich aber auch schon Steams Kundensupport: „Wir sind nicht der Hersteller und können keine Restriktionen hinzufügen oder entfernen“.

In der Praxis dürften Regionssperren in Bezug auf den Verkauf im Steam Store eher von Valve ausgehen, insbesondere bei Indie-Veröffentlichungen. Größere Publisher mit gut ausgestatteten Rechts- und PR-Abteilungen, sowie insbesondere mit Sitz im Deutschland, werden aber ihren Beitrag leisten, zwecks mutmaßlicher Rechtssicherheit im juristischen Zweifelsfall vom Verkauf in Deutschland ausgeschlossen zu werden.

Anders stellt es sich unserer Erkenntnis nach allerdings bei der Frage der Aktivier- und ferner allgemeinen Nutzbarkeit von nicht in Deutschland unmittelbar angebotenen Spielen dar. Hier ist Valve offenbar nicht besonders strikt, erlaubt immerhin schon seit jeher auch die Aktivierung von Keys der auf Listenteil B indizierten und lange als nach § 131 StGB relevant gegoltenen internationalen Uncut-Fassung von Left 4 Dead 2 in Deutschland, wenn der Shooter insbesondere durch einen allen Erkenntnissen nach für ausschließlich private Zwecke vollkommen legalen Import bezogen wurde (z. B. aus jedem anderen EU-Mitgliedsland, in welchen bekanntlich derartige Spiele in aller Regel in unverfälschten Versionen öffentlich verkauft werden dürfen). Die meisten Key-Sperren entstehen jedenfalls anscheinend eher aufgrund von einer Nachlässigkeit seitens Valve, wenn technisch bedingt das Store-Package auch zur Key-Generierung genutzt wird; aus diesem Grund sind oder waren zumindest offenbar z. B. Keys von Postal Redux, aber nicht von Postal für Nutzer in Deutschland gesperrt.

Auch ein bis heute bestehender Store-Hinweis auf eine aber tatsächlich nicht aktive Sperre bei Capcoms Dead Rising 2: Off the Record ist interessant: „Capcom verlangt, dass das Spiel mit einer IP-Adresse aus Deutschland weder installiert noch aktualisiert werden kann“. Der hier entsprechend referenzierte „prohibitrunincountries“-Eintrag, welcher mindestens für ca. 90 Tage nach Aktivierung des Produkts eine Download- und Installationssperre bewirkt, findet tatsächlich insgesamt sehr selten Anwendung, allen voran bekanntlich unter größeren Publishern nur bei Square Enix (Sleeping Dogs: Definitive Edition, Kane and Lynch 2 und Shellshock 2: Blood Trails) und früher, bzw. bis heute bei einigen Altlast-Lizenzen, bei Bethesdas Wolfenstein-Reihe. In letzter Zeit wurde der Eintrag jedoch kurioser Weise auch bei dem global nicht mehr angebotenem, deutschen Indie-Spiel Berlin 1936 gesetzt[steamdb.info], beim noch nicht veröffentlichten End of War 1945 angewandt[steamdb.info] und zudem etwas zuvor ebenso[steamdb.info] beim DLC Negligee - Mature Content. Weitere Fälle, die sich via SteamDB finden lassen, sind (noch) im Wesentlichen unbekannt, unter anderem ein dem Titelbild nach “Berlin 1945“[steamdb.info] und ein aktuell noch komplett unbenanntes[steamdb.info] Produkt. Darüber hinaus existieren solche Sperren bei einigen vormals angebotenen Animes, wobei Deutschland nur eines von vielen ausgeschlossenen Regionen darstellt und die Sperren verwertungsrechtliche Hintergründe haben dürften (Valve hat das nicht-gamingbezogene Film- und Serienangebot Anfang 2019 eingestellt).[www.vg247.com]

Lässt Valve allgemein eine wünschenswerte Sorgfalt beim Thema Angebotsverfügbarkeit vermissen?
Aufmerksame Beobachter werden festgestellt haben, dass diverse Spiele in den letzten Jahren aus dem Index entfernt wurden, aber nicht ihren Weg zurück in die deutsche Store-Region fanden. Ganz anders als bei GOG, wo regelmäßig rehabilitierte Titel zeitnah wieder in Deutschland verfügbar gemacht werden, unter anderem diesen Monat Blake Stone: Aliens of Gold oder zuvor Doom II, Cannon Fodder, Painkiller: Overdose und sogar der Verbotsklassiker Wolfenstein 3D.

Spricht man den Steam Support auf die Store-Verfügbarkeit einzelner Titel an, wird man unserer Erfahrung nach in der Regel auf die Publisher/Anbieter verwiesen, die ihre Produkte verfügbar machen sollten. Unter anderem Ubisoft (Brothers in Arms: Earned in Blood und Brothers in Arms: Road to Hill 30 mit seit jeher Uncut-Kennzeichnungen), Electronic Arts (Dead Space 2, das mit Verspätung Anfang 2013 eine USK-Kennzeichnung in der PEGI-Fassung erhalten hat) und Rockstar Games (Max Payne, das schon seit 2012 nicht mehr indiziert ist) bieten ihre nicht gerade unbekannten Spiele teils nicht im deutschen Store, aber quasi überall sonst an. Entsprechende Publisher bzw. deren Kundenkommunikation verweisen kurioser Weise zirkulär wiederrum teils auf Valve/Steam. Nicht auszuschließen ist zumindest im Fall von EA, dass sie eher an dem Angebot im hauseigenen Origin-Store interessiert waren – wobei man zumindest künftig wieder Steam regulär bedienen will.

Im Bereich der sogenannten Spezialversionen wird zum Beispiel Saints Row: The Third von THQ Nordic in der deutschen Steam-Region nur in einer stark gameplaytechnisch selbstzensierten Fassung[www.schnittberichte.com] angeboten, obwohl Ende 2018 die vorzeitige Listenstreichung erwirkt wurde. Trotz De-Indizierung im Jahr 2016 nur in einer gewaltarmen, nur deutschsprachigen Fassung kommt zudem Bethesdas Fallout 3 daher. Capcoms Resident Evil 4 wird seit der Listenstreichung im selben Jahr zwar in der deutschen Region in der ungekürzten Version mitsamt der der Schere zum Opfer gefallenen Bonus-Modi angeboten, kurioser Weise wurde allerdings nie der „Low Violence“- Hinweis entfernt und bestehende Cut-Fassungen trotz anfänglicher Bestrebungen nicht uncut gepatcht; ein Mitarbeiter von Steams Kundensupport teilte später unmissverständlich mit, dass sie auf Nachfrage noch bestehende Cut-Lizenzen umwandeln wollen (was in einem Fall auch geschah), mittlerweile wird man offenbar aber (teils) wieder abgewiesen.

Aus Kundensicht sind Sperren oder Schnitte ohne erkennbare Rechtsgrundlage natürlich wenig nachvollziehbar. Vereinzelt wird ohnehin schon gefragt, warum Valve sich überhaupt deutschen Gesetzen unterwirft (siehe für gute Gründe jedoch unser kürzlich erweitertes FAQ). Aus PR- und wirtschaftlicher Perspektive sollte etwas mehr Sorgfalt bei der Store-Verfügbarkeit und bei den „Spezialversionen“ eigentlich auch für die betroffenen Unternehmen attraktiv sein, egal ob sich nun Valve oder die Publisher verantwortlich fühlen mögen.

Hinweis: Der Autor dieses Artikels hier hat sich unter dem Nutzernamen „Rigolax“ in verlinkten Diskussionsthreads teils selbst beteiligt. Darüber hinaus besteht keinerlei Beziehung zu einem der in diesem Artikel erwähnten Entwickler, Publisher oder Anbietern.

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The warship simulation NavalArt was blocked for 2 weeks in the German Steam store. According to a posting by a developer, Valve mixed it up with another game. This raises some questions about Valve’s diligence when it comes to geoblocking. There is evidence that suggests Valve could make region specific blockings more prominently known to affected parties. Also, there are games which are no longer or never had been blacklisted in Germany but nevertheless are still currently not offered to this day (e.g. Max Payne, Dead Space 2, Blake Stone: Aliens of Gold, or Fallout 3 in the uncensored version); at GOG, such games are regularly re-enabled for purchase in Germany.

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"Informationen zu Zensureingriffen, Store-Verfügbarkeit und Key-Aktivierungssperren. Nicht alle Einträge werden in der deutschen Store-Region angezeigt: Gruppenmitglieder finden sie im Unterforum 'Kuration'."
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9,017 comentarios
Brie390 hace 7 horas 
war ja auch nur im fruste gesagte @JellyPuff ich finde nur diese beformundung der erwachsenen gamere und gamerinen in deutschland einfach nur zum Brechen war da ja auch geladen wie sons was und sicher gibt es licht blicke aber wenn man sich erst mal auf was ein geschoßen hat muss man erst mal wieder eunter kommen
JellyPuff hace 12 horas 
@Brie390: Naja, so weit würde ich nicht gehen. Valve scheint mittlerweile keine Probleme mehr damit zu haben teils Hardcore-Pornografie anzubieten. Diese dürfen normalerweise nur geschlossenen 18+ Nutzergruppen zugänglich gemacht werden. Von "Kinderspiele Plattform" kann man sicher nicht sprechen.

Anderes Thema: Übrigens gibt's auch Wolfenstein 3D+Spear of Destiny jetzt offen für deutsche Kunden zum kauf auf GOG. Kleiner Meilenstein.
Brie390 23 FEB a las 18:47 
Wirklich was soll man sagen ich kann nicht schlafen und kuck den mal hier wieder nach langer pause rein und dann so was echt es ist zum kotzen steam verkommt echt zur Kinderspiele plattform will ich mal im frust so raus schmeißen:steamsad::steamsalty:
sanmay 21 FEB a las 8:32 
Man of the House.und Lust Epidemic offensichtlich ebenso.
Rigolax 21 FEB a las 7:51 
Und Evenicle.
Rigolax 21 FEB a las 5:26 
VR Paradise ist auch verlustig gegangen.
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