DDR
Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (kurz MfS; umgangssprachlich Stasi) war der Inlands- und Auslandsgeheimdienst der DDR und zugleich Ermittlungsbehörde (Untersuchungsorgan) für politische Straftaten. Das MfS war vor allem ein innenpolitisches Unterdrückungs- und Überwachungsinstrument der SED, das dem Machterhalt diente. Dabei setzte es neben massiver Überwachung und Einschüchterung auch Terror und Folter gegen Oppositionelle und Regimekritiker als Mittel ein.
Das MfS wurde am 8. Februar 1950 gegründet. Der Sprachgebrauch der SED, der das MfS als Schild und Schwert der Partei bezeichnete, beschreibt die ihm zugedachte Funktion im politisch-ideologischen System der DDR.
Neben dem MfS gab es auch einen weiteren Nachrichtendienst in der DDR, die Verwaltung Aufklärung der NVA (militärischer Aufklärungsdienst) mit Sitz in Berlin-Treptow. Die Verwaltung Aufklärung wurde ebenso wie die Grenztruppen und die restliche NVA durch die Hauptabteilung I (MfS-Militärabwehr) kontrolliert abgesichert.

